Xylit:

Was ist Xylit?

Xylit Beim Xylit handelt es sich um holzartige Fasern, die in der Rohbraunkohle eingebunden sind. Bei einer jährlichen Förderung der Rohbraunkohle in der Lausitz in Höhe von 60 Mio. t beträgt der Xylitanteil etwa 10-15 %. Xylit liegt damit fast unbegrenzt vor. In Folge der vor Millionen Jahren eingesetzten bio- und geochemischen Umwandlungsprozesse existiert eine hohe Anzahl polarisierter Gruppen, die Nährstoffe, Spurenelemente aber auch Schadstoffe hervorragend binden können.

Die Xylitfasern sind fest, stark elastisch, je nach Aufbereitungsgrad von hoher Porosität und großer aktiver Oberfläche und gegenüber dem biologischen Abbau auf Grund der hohen Stickstoffstabilität des Xylits sehr resistent.

Diese Eigenschaften sollen in neuen ingenieurbiologischen Systemen des Gewässerbaus sowie der Gewässerreinigung genutzt werden.


Wie kann Xylit eingesetzt werden?

Bisherige Trägersysteme für Vegetation basieren vor allem auf dem Einsatz von Kokosfasern. Diese sollen mit Xylitfasern kombiniert bzw. durch Xylitfasern ersetzt werden. Die Vorteile bestehen darin, dass einheimische Ausgangsmaterialien eingesetzt werden, diese über eine höhere Reinigungswirkung (Rauigkeit, größere aktive Oberfläche, höhere Ionenaustauschkapazität) und auch über eine längere Lebenszeit verfügen. Diese Trägersysteme auf Xylitbasis bieten den Pflanzen auf Grund ihrer hohen Strukturstabilität und ihres großen Widerstandes gegenüber Verrottung einen langandauernden Schutz gegen mechanische Belastung z.B. durch Wellenschlag und einen optimalen Wurzelraum. Gleichzeitig unterstützen sie durch die Nährstoffkonzentration in den Xylitkörpern die Pflanzenentwicklung.

Konkrete Zielsetzungen:

1. Bindung von Nährstoffen und Schadstoffen des Wassers durch die hohe Ionenaustauschkapazität des Xylits und Minderung der Algenentwicklung durch Entzug der Nährstoffe.
Die Ionenaustauschkapazität steigt mit der Intensität des Xylit-Faseraufschlusses (Erhöhung der aktiven Oberfläche). Damit werden Ionen von im Wasser gelösten Stoffen (z.B. Phosphate und Nitrate) an der Faseroberfläche „angelagert“ und somit im Xylitkörper konzentriert. Sie werden dem Wasser entzogen und stehen den Algen nicht mehr bzw. nur in verminderter Konzentration als Nährstoffe zur Verfügung. Der Algenwuchs kann damit deutlich vermindert werden.


2. Schaffung von Lebensräumen für Kleinstlebewesen im Wasser
Viele vegetationstechnische Systeme (z.B. Walzen / Matten / künstliche Inseln) im oder am Wasser bieten geschützte Lebensräume für Kleinstlebewesen, Insektenlarven, Amphibien aber auch für viele Fische und deren Brut. Mit ihrer Ansiedelung erhöht sich gleichzeitig der Fraßdruck auf die Algen.

Die Xylitfasern mit ihrer großen Oberfläche verringert das passive Verfrachten des Zooplanktons durch Strömungen auf Grund der Unbeweglichkeit bzw. der zu geringen Eigenbeweglichkeit des Planktons, indem die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers in diesen Bereichen reduziert wird. Somit könnte auch eine Konzentration des Zooplanktons im Xylitkörper unterstützt werden.

Gleichzeitig werden die Algen (durch mechanische Fixierung der Algenteppiche sowie durch das hohe Angebot an Nährstoffen, die sich an das Xylit anlagern) ebenfalls im/am Xylitkörper konzentriert.

Das Zooplankton findet hier optimale Nahrungsbedingungen und sichert gleichzeitig die Nahrungskette der höheren Lebewesen. Damit werden Grundlagen für die Erholung von geschädigten Ökosystemen im /am Wasser geschaffen.


Oekon Ökon Vegetationstechnik
Ökon Vegetationstechnik
deutsch | english
AGB | Impressum
ÖKON-Vegetationstechnik GmbH | Produkte - Anwendungen - Konzepte
Tel.: +49 4101 / 37 32 33
Ökon Vegetationstechnik