Steinmatratzen:

Steinmatratzen im Test der TU Dresden

Am Insitut für Wasserbau der TU Dresden wurden im Sommer 2010 Steinmatratzen in einem umfangreichen Untersuchungsprogramm auf ihre hydraulische Belastbarkeit getestet:

Steinmatratzen im TU Test • Ein isoliertes Stück Steinmatratze (Fläche 0,72 m²) widersteht Schlepp- spannungen von bis zu 1.700 N/m². (entspricht einer Überströmungsge- schwindigkeit von nahezu 5,5 m/s.)

• In der Praxis sind durch Verknüpfung zu einem übergeordneten Verband und Fußvorlage höhere Werte zu erwarten.

• Bei den Überströmungsversuchen wurden keine Steinverlagerungen in der Steinmatratze festgestellt.

• Als Winkel þ der inneren Reibung (Schüttwinkel) ist für Steinmatratzen auf einem Filtervlies ein Wert von 47° ermittelt worden.

• Entscheidendes Kriterium für die Standfestigkeit von Steinmatratzen bei Überströmung ist die Stabilität des Untergrunds und die Verzah- nung mit diesem (Filtervlies).

Für die Praxis stellt die TU Dresden fest:

In der Anwendung sind Steinmatratzen aufgrund ihrer Verbundwirkung hinsichtlich ihrer Statik wie ein vergossenes oder teilvergossenes Deckwerk zu beurteilen. Eine Nachweisführung der Lagestabilität ist hier in der Regel nicht erforderlich.

Entscheidend ist vielmehr die Filterstabiltät des unterliegenden Vlieses und eine gut ausgebildete Fußabstützung.



Steinmatratzen

Steinmatratzen sind eine Weiterentwicklung der bewährten Steinwalzen zu flächig – monolithischen Einheiten.
Sie sind variabel in der Größe und bieten bei geringem Gewicht maximalen Erosionsschutz.


Steinmatratzen (200 x 200 cm) auf der Baustelle Prinzipskizze mit Röhrichtmatte an der Mittelwasserlinie sowie Übererdung und Ansaat der anschließenden Böschungsbereiche.


Systemaufbau

Steinmatratzen bestehen aus flexiblen, hochreißfesten Kunststoffnetzen (Garnstärke 4,5 mm, Maschenweite 45 mm), die mit Wasserbausteinen befüllt sind (KOMPAKT – FÜLLTECHNIK) und mit Hilfe von C-Ringen sicher miteinander verbunden werden. Die Standarddicke der Steinmatratze beträgt 20 cm.



Andere Abmessungen sind auf Anfrage erhältlich. Die Füllung kann mit beliebigem Steinmaterial erfolgen.
Die Verklammerung der Steinmatratzen erfolgt mit C-Ringen (DIN 2078/90). Die Zugfestigkeit beträgt 1.800 N/mm²;
so dass ein Aufbiegen praktisch unmöglich ist.
Die Armierung der Steinmatratze besitzt eine hohe Reißfestigkeit (28,8 kN / m). Sie ver¬hält sich biologisch neutral
und unterliegt keinen Abbauprozessen.


Entwicklung



Die Steinmatratzen in den Fotos oben wurden nicht übererdet. Durch die Verwendung von z.B. Röhrichtmatten hätte hier zusätzlich das Aufkommen des unerwünschten Indischen Springkrauts (Impatiens glandulifera – Neophyt) unterbunden werden können.



Röhrichtmatten lassen sich hervorragend mit Steinmatratzen kombinieren. Unterstützt durch eine Verfüllung der Hohlräume der Steinmatratzen kann sich an der Mittelwasserlinie eine standortgerechte Ufervegetation entwickeln.


Das linke Foto zeigt den Bereich einer Kanalaufweitung unmittelbar nach dem Einbau der Röhrichtmatten; das rechte Foto wurde drei Monate später aufgenommen.

Anwendungsbereiche Ufersicherung
In einem Einmündungsbereich in die Havel wurde eine neue Brücke gebaut. Zum Schutz der Böschung und als Böschungswiderlager für die Brücke wurden Steinmatratzen verwendet. Die Böschung hat eine Neigung von 1 : 2; die einzelnen Elemente mit einer Größe von 2,0 m x 2,0 m decken die Böschung von 80 cm unter bis 120 cm über Mittelwasserspiegel ab.

Nach der Übererdung werden die Steinmatratzen entlang der Wasserlinie mit Röhrichtmatten bepflanzt.

Sehen Sie auch viele weitere Beispiele unter dem Menüpunkt: Projekte - Neue Projekte



Oekon Ökon Vegetationstechnik
Ökon Vegetationstechnik
deutsch | english
AGB | Impressum
ÖKON-Vegetationstechnik GmbH | Produkte - Anwendungen - Konzepte
Tel.: +49 4101 / 37 32 33
Ökon Vegetationstechnik