Steinwalzen werden in verschiedenen Längen (1,0 m und 2,0 m) und Durchmessern (30 cm und 40 cm) angeboten. Sie kommen dort zum Einsatz, wo z. B. aufgrund hoher Schleppspannungen herkömmliche ingenieurbiologische Bauweisen als Erosionsschutz allein nicht ausreichen. Häufig werden Steinwalzen alternativ zu Steinschüttungen eingesetzt. Sie bieten gegenüber Steinschüttungen den Vorteil, dass bei gleicher Wirksamkeit wesentlich geringere Mengen an Gesteinsmaterial benötigt werden. Im Kapitel 3.9 sind Steinwalzen eingehend beschrieben.

Steinwalzen können das gesamte Jahr über eingebaut werden. Beschränkungen können sich aus dem Gewicht einer Steinwalze (je nach Art der Füllung ca. 100 kg / m bei 30 cm Durchmesser; ca. 130 kg / m bei 40 cm Durchmesser) ergeben. Dies macht in der Regel die Zugänglichkeit der Einbaustelle für entsprechende Baustellenfahrzeuge (Radlader, Bagger) notwendig.

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Eine Fixierung der Steinwalzen mit Holzpfählen ist nur an stark hydraulisch belasteten Ufern notwendig. In der Regel reicht das Eigengewicht der Steinwalzen aus.
Beim Einbau ist darauf zu achten, dass ein Hinter- oder Unterspülen durch geeignete Baustoffe wie z. B. Filtervliese oder Mineralkornfilter verhindert wird.

Sofern Steinwalzen im Mittelwasserbereich eingebaut und nur geringe Wasserspiegelschwankungen auftreten, lassen sich Tb 5×6 cm einpflanzen. Steinwalzen lassen sich sehr gut mit Röhrichtwalzen kombinieren. Dadurch wird eine schnelle Begrünung und Durchwurzelung der Uferbereiche erreicht.

Steinwalzen sind hochflexible Baukörper, mit denen sich hydraulisch stark beanspruchte Ufer schnell und sicher festlegen lassen. Gegenüber Steinschüttungen wird für die gleiche Wirksamkeit wesentlich weniger Material und Transportvolumen benötigt. Gleichzeitig bieten Steinwalzen einen größeren, ökologisch bedeutsamen Interstitialraum und sind schließlich dauerhaft standortgerecht bepflanzbar.

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Aufgrund des anstehenden Bodens war eine Sicherung mit einer Steinschüttung nicht erfolgreich. Die Einzelsteine der Steinschüttung versanken nach und nach im Substrat. Erst der Einsatz von Steinwalzen führte zum gewünschten Erfolg. Aufgrund des Aufbaus der Steinwalzen verteilte sich das Gesamtgewicht der Steinwalze gleichmäßig über größere Abschnitte. In den relativ kleinen Hohlräumen zwischen den Steinen in der Steinwalze lagerte sich Sediment ab. Eine nachträgliche Bepflanzung mit Röhrichtmatten führte zu einer dauerhaften Begrünung.

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Ein vormals begradigter Bach wurde naturnah gestaltet. Aufgrund der angrenzenden Straße und der hohen hydraulischen Belastung musste der Böschungsfuß gesichert werden. Um auch die Begrünung des unmittelbaren Ufers zu ermöglichen und somit die Wanderungsbewegungen verschiedener Lebewesen zu unterstützen entschied man sich für Steinwalzen als Baumaterial. Abschnittsweise kamen Röhrichtmatten zum Einsatz, um eine schnellere Besiedlung des neu gestalteten Querschnitts zu ermöglichen. In der linken Abbildung ist gut zu erkennen, dass selbst bei Mittelwasserabfluss höhere Fließgeschwindigkeiten vorhanden sind. Auf dem rechten Foto ist der Bachlauf im Jahr nach der Baumaßnahme zu sehen. Die Ufervegetation hat sich schon gut ausgebreitet.

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