Aufbau einer Röhrichtinsel
Die Röhrichtinseln bestehen aus vollständig mit Röhricht bewachsenen, schwimmfähigen Elementen. Das Trägermaterial aus stabilen und unverrottbaren, technischen Baustoffen ist umweltneutral sowie frost- und UV-beständig.
Die einzelnen Elemente sind steif genug, dass Röhrichtpflanzen auf ihnen unter schwierigen hydraulischen Bedingungen anwachsen und die Haltbarkeit der Kon- struktion dauerhaft gewährleisten. Dabei helfen die Pflanzen der Röhrichtinsel mit, denn bereits in der ersten Vegetationsperiode bilden z. B. einige Seggenarten Ausläufer, durch die einzelnen Elemente einer Röhrichtinsel zusätzlich miteinander verknüpft werden.

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Pflanzen für Röhrichtinseln
Die Pflanzen einer Röhrichtinsel nehmen als Hydrokultur ihre Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf. In Mitteleuropa ist die ausreichende Nährstoffversorgung einer Röhrichtinsel auf nahezu allen Gewässern sichergestellt. Sofern keine pflanzentoxischen Stoffe gelöst sind, entwickelt und regeneriert sich der Bestand kontinuierlich. Eine Pflege ist nicht nötig. Allerdings sollten Röhrichtinseln routinemäßig z. B. auf den Eintrag von Treibgut oder Müll kontrolliert werden. Um den besonderen Wuchsbedingungen und der hydraulischen Belastung standzuhalten, müssen die für eine Schwimminsel verwendeten Pflanzensysteme bereits beim Einbau gut entwickelt sein und artspezifische Ausbreitungsorgane ausgebildet haben. Für die Verwendung auf Röhrichtinseln eignen sich besonders Arten wie z. B. Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus), Blutweiderich (Lythrum salicaria) und ausläuferbildende Seggen wie Schlanksegge (Carex gracilis) und Sumpfsegge (Carex acutiformis).
Bei einem verstärkten Populationsdruck durch Wasservögel, besonders bei einem hohen Besatz mit Gänsen oder Schwänen, sind ergänzende Maßnahmen zum Schutz von Röhrichtinseln ratsam.

Auftrieb von Röhrichtinseln
Röhrichtinseln bilden ein komplexes Auftriebssystem. Halme und Blätter der Pflanzen besitzen ein ausgeprägtes System von luftführenden Leitungsbahnen. Dadurch sind die einzelnen Pflanzen bzw. der gesamte Pflanzenbestand leichter als Wasser und schwimmen an der Oberfäche.
Gleichzeitig drückt das Gewicht der sich entwickelnden oberirdischen Blattmasse den Verband in das Wasser. Durch die größere Verdrängung steigt wieder der Auftrieb.
Die Basalzone des Röhrichts, die für die Vitalität und Erneuerung eines Röhrichts entscheidend ist, liegt bei Röhrichtinseln einige Zentimeter unter Wasser. Diese Lage ist sowohl optimal für die Entwicklung der Röhrichtpflanzen als auch für die Wellendämpfung. Aufgrund des Auftriebs wird das Gewicht, das durch die Verankerung und durch abgestorbene Biomasse in das Wasser drückt, aufgefangen. Um den Auftrieb aber jederzeit verlässlich sicherzustellen, sind Röhrichtinseln mit zusätzlichen, technischen Auftriebeskörpern ausgestattet.

Verankerung/Einbau
Ballastgewichte und Ankerseile verankern Röhrichtinseln auf dem Gewässergrund. Die Länge des Ankerseils wird an auftretenden Wasserstandsschwankungen angepasst. Diese einfache Art der Verankerung wird angewandt, wenn die Elemente durch Wind oder Strömung einige Meter hin und her pendeln können, ohne an das Ufer getrieben zu werden. Bei größeren hydraulischen Belastungen ist es zweckmäßig, die Ansatzpunkte der Ankerseile mit Bojen zu markieren.

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